Angstphasen beim Welpen: Wie mir der Online-Welpenkurs im Alltag hilft

Angstphasen beim Welpen: Wie mir der Online-Welpenkurs im Alltag hilft

Es war ein Dienstagabend im letzten August, als ich weinend auf der Küchentreppe saß. Der beißende, saure Geruch von Essigreiniger stieg mir in die Nase – ich hatte gerade zum zweiten Mal in dieser Nacht eine Pfütze vom Boden gewischt, während sich draußen der Regen gegen die Scheiben drückte. Mein kleiner Mischling, gerade mal 14 Wochen alt, starrte mich aus seinen braunen Augen an, als wäre ich ein gefährliches Monster, nur weil ich vor Erschöpfung den Putzeimer etwas zu hart abgestellt hatte.

Hinweis: In diesem Text erzähle ich dir von meinem Chaos-Alltag. Ich nutze Affiliate-Links, was bedeutet, dass ich eine Provision bekomme, wenn du darüber etwas kaufst. Für dich kostet es keinen Cent mehr. Ich empfehle hier nur die Kurse, die mir in meinen schwächsten Momenten auf der Küchentreppe wirklich den Hintern gerettet haben. Hier findest du meine vollständige Offenlegung.

Ich bin Lehramtsstudentin, ich soll später mal dreißig Kinder bändigen, und momentan werde ich von einem Wesen ausgetrickst, das weniger wiegt als mein Unirucksack. Mein ganzer Stolz – ein wunderschönes Kissen, das ich mir extra für die neue Wohnung in Leipzig gegönnt hatte – lag in Flocken verteilt im Flur. Ich war am Ende. Mein Umfeld? "Aber schau dir doch diese Ohren an!", sagte meine beste Freundin nur, während ich versuchte, nicht in meinen dritten Kaffee des Tages zu heulen. Niemand versteht den Puppy Blues, bis er nachts um zwei mit einer Taschenlampe im Garten steht und hofft, dass der Hund endlich macht.

Wenn plötzlich alles gruselig wird: Die erste Angstphase

Nach den ersten zehn Tagen dachte ich kurz: Wir haben es geschafft. Und dann kam der September. Von einem Tag auf den anderen war alles anders. Mülltonnen? Lebensgefährlich. Schatten im Treppenhaus? Grund für eine Bell-Attacke, die wahrscheinlich das ganze Mietshaus geweckt hat. Ich wusste nicht, dass Welpen eine sogenannte Fremdelphase durchlaufen. Ich dachte einfach, ich hätte alles falsch gemacht und mein Hund hasst mich jetzt.

Nahaufnahme eines 14 Wochen alten Welpen, der unsicher neben einem Putzeimer auf dem Boden sitzt.

Einmal war ich so frustriert, dass ich eine "strenge" Korrektur aus irgendeinem Internetforum ausprobierte – ich wurde laut und wollte Dominanz zeigen. Das Ergebnis? Er verkroch sich für eine gefühlte Ewigkeit unter dem Küchentisch und zitterte. Ich fühlte mich wie der schlechteste Mensch der Welt. Genau in diesem Moment wurde mir klar: Ich brauche Hilfe, die nicht aus anonymen Foren kommt, wo jeder etwas anderes schreit. Ich brauche jemanden, der mich an die Hand nimmt, ohne dass ich dafür zu festen Zeiten in eine Hundeschule am Stadtrand fahren muss, was zwischen meinen Seminaren sowieso nie klappt.

Falls du dich auch gerade fragst, wie du das alles schaffen sollst: Wohnung welpensicher machen ist der erste Schritt, aber der Kopf des Hundes ist die viel größere Baustelle.

Warum Standard-Pläne bei mir (und für Eltern) scheitern

In den meisten Ratgebern steht: "Üben Sie jeden Tag um 10 Uhr." Ja, klar. In der Theorie super. Aber mein Alltag als Studentin ist alles andere als planbar. Mal habe ich eine Blockveranstaltung, mal muss ich in die Bibliothek. Das ist fast wie bei meiner Cousine, die zwei Kleinkinder hat – da passiert auch ständig Unvorhersehbares. Ein Kind fällt hin, der Welpe pinkelt gleichzeitig aufs Sofa, und der feste Trainingsplan ist Geschichte. Genau deshalb sind die meisten klassischen Ansätze für uns Chaos-Queens einfach nicht machbar.

Ich habe mich dann für den Kurs Lass das Glück einziehen von Mirjam Cordt entschieden. Was mich total abgeholt hat: Sie spricht nicht nur über Sitz und Platz. Sie spricht über DICH. Über deine Überforderung, den Stress und wie man emotional damit umgeht, wenn der Welpe gerade wieder die Fernbedienung als Kauspielzeug auserkoren hat. Es gibt mir eine Struktur, die ich brauche, wenn mein Gehirn vor Schlafmangel nur noch Matsch ist. Dass die Rückgabequote bei diesem Kurs laut Statistik nur bei rund 3 Prozent liegt, hat mir bei der Anmeldung das nötige Vertrauen gegeben – anscheinend bin ich nicht die Einzige, die damit klarkommt.

Eine Studentin nutzt einen Online-Welpenkurs auf ihrem Smartphone während ihr Welpe im Hintergrund spielt.

Struktur im Chaos: 57 Lektionen gegen die Panik

In der dritten Trainingswoche merkte ich, wie sich mein Puls langsam wieder normalisierte. Anstatt bei jedem Bellen im Treppenhaus in Panik zu verfallen (wir wohnen schließlich in einer Mietwohnung, und mein Vermieter ist nicht gerade der größte Hundefan), schaute ich in meine App. Wenn du eher ein Typ für ein riesiges Nachschlagewerk bist, ist die Online Hundeschule mit ihren 57 Lektionen Gold wert. Es ist wie eine Bibliothek für Welpen-Probleme.

Hier ein paar Dinge, die mir der Kurs im Alltag beigebracht hat:

Besonders spät in einer Nacht im September, als er draußen vor einem Busch erstarrte, erinnerte ich mich an die Lektion über Körpersprache. Ich wurde nicht ungeduldig, ich zog ihn nicht weiter. Ich wartete einfach. Und siehe da: Er entspannte sich. Ein winziger Sieg, aber für mich fühlte es sich an wie das Bestehen des Staatsexamens.

Ein Welpe steht nachts auf einem Gehweg in Leipzig und beobachtet vorsichtig einen dunklen Busch.

Vom Überlebensmodus zum echten Team

Wir sind noch lange nicht am Ziel. Er kaut immer noch gelegentlich an meinen Hausarbeiten herum, und ja, ich habe immer noch Tage, an denen ich ihn am liebsten gegen eine Packung Gummibärchen eintauschen würde. Aber das Gefühl, einen Plan zu haben, hat alles verändert. Der Traumhundgenerator zum Beispiel bietet einen 12-Wochen-Rahmen per E-Mail, was super ist, wenn man sich nicht selbst durch hunderte Videos klicken will.

Wenn du gerade an dem Punkt bist, an dem du nachts weinend in der Küche stehst: Es wird besser. Such dir Hilfe, die zu DEINEM Leben passt. Ein Online-Kurs ist kein Zeichen von Schwäche, sondern ein Zeichen dafür, dass du es richtig machen willst, ohne dabei wahnsinnig zu werden. Und falls dein Welpe gerade wieder etwas zerstört hat: Atme tief durch. Die Ohren sind wirklich süß, auch wenn sie gerade nicht hören.

Schau dir vielleicht mal Lass das Glück einziehen an – mir hat es geholfen, den Welpen nicht nur als "Projekt" zu sehen, sondern wieder als den Freund, den ich eigentlich haben wollte. Wir lernen jetzt gemeinsam, Schritt für Schritt, und das ist okay. Auch wenn ich zwischendurch immer noch mal eine Runde auf der Küchentreppe heule.